Unser Werdegang

Familie Ghedina “de Iustina”, Hotelliers aus Tradition

 

Die Familie Ghedina “de Iustina” (ein Beiname der Familie der von Titta de Iustina da Alverà 1702 – 1762 herrührt) erwirbt dieses im für die Gegend um Ampezzo typischen Stil erbaute Haus mit einem Stall und einer Scheune im Jahre 1876.

Das Familienoberhaupt Giuseppe ist ein hervorragender Handwerker für Silberfiligranarbeiten. Diese Goldschmiedekunst hatten die venezianischen Händler aus dem fernen Osten eingeführt und die Handwerker aus Cortina verhalfen ihr in der Zeit von Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts mit Anerkennungen auf internationaler Ebene zu vortrefflicher Perfektion.
In seiner Werkstatt, wo sich heute die Bar befindet, arbeiteten neben seinem Sohn Massimiliano bis zu 8 Gesellen.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine schlichte Gastwirtschaft eröffnet.
Während des ersten Weltkriegs fiel das Haus den österreichischen und dann den italienischen Soldaten in die Hände und wurde zu einem strategischen Kontrollposten längs der königlichen Straße. In dieser Zeit erlitt es schwere bauliche Schäden.



Der Sohn Massimiliano setzte das Werk seines Vaters nach dem Krieg, nachdem er das Haus in Ordnung gebracht hatte, fort und heiratete Giuditta Menardi “Sèla”, die aus einer dynamischen Kaufmannsfamilie stammte.

Ausgehend von ihrem Sinn für Aktivität begann man, den ersten Reisenden und hauptsächlich den Angehörigen der Patienten des Krankenhauses Ospedale Codivilla, die aus ganz Italien zur Heliotherapie – Behandlung kamen, Unterkunft zu bieten.

Mit der anschließenden Erschließung des Fremdenverkehrs im Tal, begann die Familie Ghedina, den Gästen gegenüber die Gastlichkeit besser zu organisieren und ihnen auch einen schlichten Gastwirtschaftsbetrieb mit einem Barbetrieb, der auch auf der Durchreise befindlichen Gästen zur Verfügung stand, anzubieten.

Während des zweiten Weltkriegs wurde das Hotel in verschiedenen Weisen zweckentfremdet. Es diente als improvisierte Schule und dann erneut als zunächst deutscher, dann amerikanischer und schließlich italienischer Militärkontrollposten mit den Soldaten des Folgore – Regiments.

Nachdem sie kurz nach dem Krieg Witwe geworden war, führte die Dame des Hauses den Betrieb mit der Hilfe aller Kinder weiter und das alte Wirtshaus “Villa alla Verra“ erhielt den Namen Hotel des Alpes.
Im Jahre 1956 als das Haus anlässlich der Olympiade in Cortina, während der unser wir die finnische Mannschaft zu Gast hatten, vollkommen renoviert und erweitert worden war, erfolgte die Verleihung der Ehrenurkunde mit dem dritten Preis und der Bronzemedaille seitens des Fremdenverkehrsverbands der Provinz Belluno.

Im Anschluss an die Olympiade begann die jüngste Geschichte des Hotels. Die Kinder Massimiliano und Giuditta lösten sich bei der Leitung des Hauses, das heute ihre Enkel führen, ab.
In der Hoffnung, dass sich die Tradition unserer Gastfreundschaft auch in den kommenden Jahren bestens fortsetzen lassen wird, wollte die Familie Ghedina de Justina das Hotel im Jahre 2006, 50 Jahre nach der Olympiade, erneut von Grund auf komplett renovieren und das Haus in Sachen Gastlichkeit und Komfort den aktuellen Maßstäben anpassen.